Heading North

Vor gut zwei Wochen ging meine Reise also los. Panus, Emils und mein erstes Ziel war Noosa, nur zwei Stunden noerdlich von Brisbane. Den Tag dort verbrachten wir hauptsarchlich damit, eine Unterkunft zu finden und am Strand, der eine totale Kopie von Byron Bay ist. Das will dort natuerlich keiner hoeren, ist aber wirklich so. Es ging fuer uns drei relativ frueh ins Bett und ich konnte natuerlich nicht schlafen, da ich zu einer Uhrzeit im Bett lag, zu der ich die letzten 2 Monate noch nichtmal angefangen hab, zu arbeiten. Am naechsten Morgen nahmen wir unsere Taschen, vollgepackt mit nur dem Noetigsten fuer 3 Tage und ab ging es in den australischen Busch. Als wir diese Tour gebucht hatten, haben wir definitiv nicht erwartet, dass es im Busch so buschartig zugeht. Wir wollten fuer 3 Tage die Noosa Everglades erkunden, und zwar im Kanu. Ursprunglich waren wir eine Gruppe von ca. 20 Mann. Uns wurden die Boote zugeteilt und eine per Hand gemalte Skizze der Umgebung in die Hand gedrueckt und wir wurden nur noch mit den freundlichen Worten:"Wer in drei Tagen um 10.00 Uhr nicht wieder hier ist, hat Pech gehabt." verabschiedet. Ok, paddeln wir halt los, wird schon nicht so schlimm. Nach stolzen 3 Minuten, oder weniger, hatten meine Maenner und ich den Rest der Gruppe verloren. Naja, nicht verloren, die waren nur auf einmal weg. Aber wir hatten ja unser Schmierblatt, wo ein Kreuz war, wo wir die Nacht verbringen sollten, also haben wir uns munter allein stromaufwaerts gepaddelt und kamen knapp vor Sonnenuntergang an unserem Nachtlager an, wo der Rest der Gruppe belustigt feststellte, das wir definitiv unsportlich sind, da wir fuer den Weg ewig brauchten. Diesen Eindruck konnten wir leider auch die naechsten Tage nicht mehr los werden, da wir fortan immer die Letzten waren. Erste Erkenntnis: da mach ich schon ne Kanutour mit zwei Jungs im Boot, um nicht selber paddeln zu muessen und die beiden erweisen sich als zwei Exemplare der unsportlichen Sorte. Die zweite Erkenntnis folgte wenig spaeter: auch im Zelt aufbauen bin ich ihnen Meilen vorraus. Und um die Spannung vorweg zu nehmen: in den letzten zwei Wochen war ich auch offizielle Kartenleserin und Autofahrerin, da es den beiden auch an diesen Faehigkeiten fehlt. Und wer weiss, wie mies ich Auto fahre, kann so nur ungefaehr einschaetzen, wie meine Skandinavier sich anstellen... Zurueck zu Noosa.  Wir waren also in der absoluten Pampa. Und dann ging der Regen los. Ich habe noch nie einen solchen Regen erlebt. Es war purer tropischer Monsun, der unser Lager in wenigen Sekunden unter Wasser setzte. Wir wateten knietief in Wasser, alle Sachen waren nass und wir schliefen in Pfuetzen. Der Regen dauerte alle drei Tage an, ohne Pause. Ich war noch nie in meinem Leben so lange am Stueck nur nass. Aber da wir es nicht aendern konnten, haben wir uns trotzdem am naechsten Morgen in unser Boot geschwungen und haben einen Tagesausflug zu Wasser gemacht und dann einen Bushwalk auf eine riesige Sandduene gemacht. Duene klingt klein, aber wir brauchten 3 Stunden, bis wir oben waren. Und dann gings auch schon wieder den langen Weg zurueck zu den Zelten, wieder alles knapp vor Sonnenuntergang. Am naechsten Morgen wurde das komplette Lager in aller Fruehe zusammen gepackt und wir machten uns zureuck auf den Weg zur Zivilisation. Als wir ankamen, hatte dann auch der Regen ein Ende. Das war also die hochgelobte Noosa Everglades Tour, die jeder mal gemacht haben sollte. Ich haette sie mir definitiv sparen koennen.

8.4.08 07:33

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