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Die ultimative Zusammenfassung der Aera Brisbane

So, nun bin ich schon seit ueber 2 Monaten hier in BBN und in 2 Tagen hat auch diese Zeit hier wieder ein Ende. Als ich im Januar hier ankam, hatte ich keine Ahnung, wie lange ich bleiben wuerde, wo ich wohnen wuerde, was ich hier machen werde. Ich wusste nur, dass ich schnellstmoeglich Geld verdienen muss, da ich definitiv blank war. Die eine Woche Jobsuche hier, war die schlimmste ueberhaupt, seit ich hier in Australien bin. Es war wirklcih schwer, was zu finden, aber dennoch: jeder, der sucht, findet auch etwas. Bei mir hat sich alles recht gluecklich zusammen gefuegt, so dass ich die letzten zwei Monate mit 3 Jobs gutes Reisegeld verdienen konnte. Nach den Wochen in Neuseeland, Sydney und dem Weg nach BBN tat mir auch der Alltag ganz gut, den ich hier erleben durfte. Jeden Tag der letzten 9 Wochen gings fuer mich von 12.00 bis 14.00 zum Tellerwaschen in einen Take Away fuer Salad, dann von 14.00 bis 16.00 zum hauptsaechlich Flyer verteilen fuer Peter Pan Travel. Klingt beides sehr spannend und abwechslungsreich. War es defintiv. Beides keine anstrengenden Jobs und fuer immer muede Menschen wie mich genau das richtige. Fuenf Tage die Woche gings dann jede Nacht fuer mich in die Down Under Bar, den fuer mich schoensten Arbeitsplatz der Welt. Die Bar ist gross, leicht schmorkelig, es haengen nur besoffene unsymphatische Typen herum, man wir staendig angebaggert oder beschimpft und ich finde es einfach wunderbar. Das liegt wahrscheinlich an den grossartigen Menschen, mit denen ich dort taeglich arbeite und mit denen ich mir auch seit ueber zwei Monaten das schon legendaere Zimmer 218 teile. Das sind Emma, Louise, Chris und Vicki, allesamt aus Grossbritanien und Sonja, meine deutsche Verstaerkung. Wir machen alles zusammen. Wir essen zusammen, schauen Filme, arbeiten zusammen, teilen uns ein Bad und verbringen Stunden gemeinsam auf unserem Balkon. Diese wundervollen Leute veranlassen mich dann auch, auch an meinen freien Abenden, den Weg in unsere Bar zu finden. So wurde diese Bar mein zweites Zuhause und diese Menschen wurden engere Vertraute fuer mich, als einige "Freunde", mit denen ich die letzten Jahre meine Zeit in Deutschland verbracht habe. Das waren eigentlich schon meine letzten zwei Monate. Mein Wirkunsbereich umfasste ca. 100m, das ist der Weg zum Take Away. Der naechste Supermarkt liegt genau dazwischen und meine Bar nur drei Stockwerke unter unserem Zimmer. Damit habe ich von meinen Zimmergenossen schon das groesste Wirkungsfeld, da diese das Gebaude nicht mal verlassen  muessen, um zur Arbeit zu kommen. Damit erscheinen wir alle ziemlich faul. Sind wir auch. Aber wir finden's herrlich!

Am Mittwoch geht fuer mich dennoch endlich die Reise weiter. Ich fahre in einem Ford Falcon (nach dem Skydive mein zweiter grosser Traum erfuellt, yippie) mit einem Norweger und einem Finnen die Ostkueste hoch. Die beiden kenne ich kein bisschen, aber ich hab ein gutes Gefuehl... und Pfefferspray. War ein Spass... Wir werden solange wir es mit einander aushalten, den Weg nach Norden suchen und an Plaetzen "touristischen Interesses" halten. Kanusafari, Segeltrips, Tauchgaenge im Great Barrier Reef und 3taegige 4W Tour ueber die groesste Sandinsel der Welt sind schon gebucht, so dass am Mittwoch unser Abenteuer starten kann. Mitte April flieg ich nach Darwin und dann gehts im Bus fuer 2 Wochen quer durchs Outback nach Adelaide. Dieser Kontinent ist doch leicht gross. Soweit ist mein vorlaeufiger Plan, ob alles klappt und dabei bleibt, weiss ich nicht. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich lass mich mal wieder ueberraschen. Zumindest hab ich geplant, nicht mehr zu arbeiten. Ab Mittwoch erwarten mich 10 Wochen purer Urlaub. Endlich!

3 Kommentare 24.3.08 07:33, kommentieren